NEUE PRAXIS! NEUE PRAXIS?
Donnerstag, 23.07.2026 19:00 Uhr
Architekturgespräche Stuttgart
mit coopdisco Berlin und
Naumann Wasserkampf Architekten Weimar
Architekt*innenkammer Baden-Württemberg,
Danneckerstr. 54, 70182 Stuttgart
Wandel, neue Rollen, neue Anforderungen – und dennoch ein konstanter Kern: die Raumkunst. Wie lässt sich architektonisches Wissen weiterdenken, wenn sich die Fragen an Architektur verändern? Über diese und weitere Fragen tauschen sich unsere Akteure im Rahmen der diesjährigen Architekturgespräche aus.
Moderation: Christian Holl, Journalist und Publizist, Stuttgart
Anmeldung: www.akbw.de
Unser Ziel ist es, Orte zu entwickeln, zu planen, zu entwerfen und umzusetzen, die als Gemeingüter genutzt, gebraucht und erhalten werden. Darunter verstehen wir Räume, denen die Möglichkeit zur Mitgestaltung durch die Nutzer*innen eingeschrieben ist und die bezahlbar, zugänglich sowie dauerhaft vor Privatisierung und Spekulation geschützt sind.
MEIN WOHL, DEIN WOHL, GEMEINWOHL?
Mittwoch, 10.06.2026 18:30 Uhr
Dessauer Gespräche mit coopdisco
Hochschule Anhalt
Gebäude 8, Bauhausstr. 5, Dessau-Roßlau
Zu Architekturpraxis in selbstverwaltet-kommunalen Kontexten
Mit unserem Versuch, andere ökonomische Beziehungen zu gestalten, lehnen wir uns an Commons-Debatten an. Commons beschreiben Beziehungen, die sich jenseits von Staat und Markt konstituieren und nicht der Realisierung von Gewinn und Mehrwert orientieren, sondern an Gebrauchswerten und deren Erzeugung und Erhalt. Im Rahmen einer Studie zu gemeinwohlorentierter Immobilienentwicklung haben wir einen Gemeinwohlkreis als Werkzeug entwickelt. Er ist eine Destillation von Gemeinwohldiskursen im Bereich der Immobilien- und Stadtentwicklung, der den Versuch einer Synthese von Konzepten der Gemeinnützigkeit und der Gemeingüter darstellt.
Der Gemeinwohlkreis beschreibt einen Kreis aus Gemeingütern, Gemeinwesen und Gemeinschaffen. Gemeingüter, das sind in unserem Fall Land und Gebäude, die materiellen Ressourcen. Das Gemeinwesen umfasst alle, die an der Erzeugung, Pflege und dem Gebrauch der Gebrauchswerte beteiligt sind. Das Gemeinschaffen bezieht sich auf alle Praktiken, Methoden und Regelwerke, die das Gemeinwesen anwendet, um ihre Güter zu erzeugen und zu erhalten.
Der Gemeinwohlkreis erweitert das Konzept der„circular economy“ auf das Wesentliche: das ökonomische System. In der wiederholenden Bewegung der „gemeinwohlorientierten Immobilienentwicklung“ werden die Bedürfnisse immer wieder zur Verhandlung gestellt. Die Räume, die dabei hergestellt werden, ermöglichen andere Beziehungen und in anderen Herstellungsweisen von Räumen, werden andere soziale Beziehungen geformt.

VERGEMEINSCHAFTEN /
THEATER ALS COMMONS
Sonntag, 17.05.2026 11:00 Uhr
Festivalzentrum Rotunde
Fidena Theater Festival Bochum
GEMEINGUT KUNST
Workshop-Tag zu Commons & Commoning im Kulturbereich
VERGEMEINSCHAFTEN
11 Uhr | Einführung mit Dagmar Pelger
Woran erkennt man ein Gemeingut und wann ist kollektives Handeln Commoning?
Ausgehend von den vielfältigen Erfahrungen räumlicher Commons klären wir wichtige Grundbegriffe der Commons-Forschung und entdecken Beispiele aus Geschichte und Gegenwart. Dabei geht es vor allem um das emanzipatorische, um nicht zu sagen revolutionäre Potenzial, denn: „Jeder Raum, jedes Gut, jede Stadt ist sozial produziert und damit als etwas potentiell Teilbares und zu Vergemeinschaftendes zu betrachten.“ (Spatial Commons. Zur Vergemeinschaftung urbaner Räume, adocs 2022, S. 14)
THEATER ALS COMMONS
14-16 Uhr | Workshop mit Staub zu Glitzer
Ein Theater als Commons ganz ohne Intendanz und autoritäre Leitungsstrukturen: Vielen scheint das unvorstellbar. Das Berliner Künstler*innenkollektiv Staub zu Glitzer arbeitet seit vielen Jahren genau dazu. Um dem Desinteresse der Mehrheitsgesellschaft und auch den strukturellen Defiziten am Theater etwas entgegenzusetzen, sollen Kulturinstitutionen zukünftig offen und radikaldemokratisch strukturiert sein. Was heißt es, ein Theater zu commonisieren? Und wie funktioniert ein solcher Organizing-Prozess? In einem Workshop-Format führen Sarah Waterfeld und Falk Lörcher in die Arbeit des Kollektivs ein.
www.fidena.de/de/festival/programm/unter-anderen-among-the-others
NEUE PRAXIS! NEUE PRAXIS?
Donnerstag, 23.07.2026 19:00 Uhr
Architekturgespräche Stuttgart
mit coopdisco Berlin und
Naumann Wasserkampf Architekten Weimar
Architekt*innenkammer Baden-Württemberg,
Danneckerstr. 54, 70182 Stuttgart
Wandel, neue Rollen, neue Anforderungen – und dennoch ein konstanter Kern: die Raumkunst. Wie lässt sich architektonisches Wissen weiterdenken, wenn sich die Fragen an Architektur verändern? Über diese und weitere Fragen tauschen sich unsere Akteure im Rahmen der diesjährigen Architekturgespräche aus.
Moderation: Christian Holl, Journalist und Publizist, Stuttgart
Anmeldung: www.akbw.de
Unser Ziel ist es, Orte zu entwickeln, zu planen, zu entwerfen und umzusetzen, die als Gemeingüter genutzt, gebraucht und erhalten werden. Darunter verstehen wir Räume, denen die Möglichkeit zur Mitgestaltung durch die Nutzer*innen eingeschrieben ist und die bezahlbar, zugänglich sowie dauerhaft vor Privatisierung und Spekulation geschützt sind.
MEIN WOHL, DEIN WOHL, GEMEINWOHL?
Mittwoch, 10.06.2026 18:30 Uhr
Dessauer Gespräche mit coopdisco
Hochschule Anhalt
Gebäude 8, Bauhausstr. 5, Dessau-Roßlau
Zu Architekturpraxis in selbstverwaltet-kommunalen Kontexten
Mit unserem Versuch, andere ökonomische Beziehungen zu gestalten, lehnen wir uns an Commons-Debatten an. Commons beschreiben Beziehungen, die sich jenseits von Staat und Markt konstituieren und nicht der Realisierung von Gewinn und Mehrwert orientieren, sondern an Gebrauchswerten und deren Erzeugung und Erhalt. Im Rahmen einer Studie zu gemeinwohlorentierter Immobilienentwicklung haben wir einen Gemeinwohlkreis als Werkzeug entwickelt. Er ist eine Destillation von Gemeinwohldiskursen im Bereich der Immobilien- und Stadtentwicklung, der den Versuch einer Synthese von Konzepten der Gemeinnützigkeit und der Gemeingüter darstellt.
Der Gemeinwohlkreis beschreibt einen Kreis aus Gemeingütern, Gemeinwesen und Gemeinschaffen. Gemeingüter, das sind in unserem Fall Land und Gebäude, die materiellen Ressourcen. Das Gemeinwesen umfasst alle, die an der Erzeugung, Pflege und dem Gebrauch der Gebrauchswerte beteiligt sind. Das Gemeinschaffen bezieht sich auf alle Praktiken, Methoden und Regelwerke, die das Gemeinwesen anwendet, um ihre Güter zu erzeugen und zu erhalten.
Der Gemeinwohlkreis erweitert das Konzept der„circular economy“ auf das Wesentliche: das ökonomische System. In der wiederholenden Bewegung der „gemeinwohlorientierten Immobilienentwicklung“ werden die Bedürfnisse immer wieder zur Verhandlung gestellt. Die Räume, die dabei hergestellt werden, ermöglichen andere Beziehungen und in anderen Herstellungsweisen von Räumen, werden andere soziale Beziehungen geformt.

VERGEMEINSCHAFTEN /
THEATER ALS COMMONS
Sonntag, 17.05.2026 11:00 Uhr
Festivalzentrum Rotunde
Fidena Theater Festival Bochum
GEMEINGUT KUNST
Workshop-Tag zu Commons & Commoning im Kulturbereich
VERGEMEINSCHAFTEN
11 Uhr | Einführung mit Dagmar Pelger
Woran erkennt man ein Gemeingut und wann ist kollektives Handeln Commoning?
Ausgehend von den vielfältigen Erfahrungen räumlicher Commons klären wir wichtige Grundbegriffe der Commons-Forschung und entdecken Beispiele aus Geschichte und Gegenwart. Dabei geht es vor allem um das emanzipatorische, um nicht zu sagen revolutionäre Potenzial, denn: „Jeder Raum, jedes Gut, jede Stadt ist sozial produziert und damit als etwas potentiell Teilbares und zu Vergemeinschaftendes zu betrachten.“ (Spatial Commons. Zur Vergemeinschaftung urbaner Räume, adocs 2022, S. 14)
THEATER ALS COMMONS
14-16 Uhr | Workshop mit Staub zu Glitzer
Ein Theater als Commons ganz ohne Intendanz und autoritäre Leitungsstrukturen: Vielen scheint das unvorstellbar. Das Berliner Künstler*innenkollektiv Staub zu Glitzer arbeitet seit vielen Jahren genau dazu. Um dem Desinteresse der Mehrheitsgesellschaft und auch den strukturellen Defiziten am Theater etwas entgegenzusetzen, sollen Kulturinstitutionen zukünftig offen und radikaldemokratisch strukturiert sein. Was heißt es, ein Theater zu commonisieren? Und wie funktioniert ein solcher Organizing-Prozess? In einem Workshop-Format führen Sarah Waterfeld und Falk Lörcher in die Arbeit des Kollektivs ein.
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