AS MIETSHAUS IN DER WOHNUNGSFRAGE
Gespräch + Ausstellung im „Tuntenhaus“ ++ Finissage
mit coopdisco/ Niklas Kuhlendahl
Donnerstag 05.03.2026 ++ 19 Uhr
DAS MIETSHAUS IN DER WOHNUNGSFRAGE
Ein festgefahrener Mietmarkt und der anhaltende Mangel an sozialem Wohnraum in Berlin zeigt, dass ein ausschließlicher Fokus auf Neubau nicht ausreicht, um die Wohnungsfrage zu lösen. In der aktuellen Wohnungsdebatte ist der unsichtbare Leerstand, der sich durch die Dynamiken auf dem Wohnungsmarkt wie dem Lock-in Effekt und auslaufender Sozialbindungen nach 30 Jahren verfestigt, bislang verborgen.Das Berliner Mietshaus der Gründerzeit mit seinen großzügigen Wohnungen findet in der Debatte um die Wohnungsfrage bisher wenig Beachtung. Dabei prägt es bis heute große Teile der Stadt – etwa ein Viertel der Wohnungen in Berlin wurden vor 1918 errichtet. Im aktuellen Diskurs zur Transformation des Gebäudebestands ist das Berliner Mietshaus nahezu vom Radar verschwunden. Verlässliche Daten zum sogenannten unsichtbaren Leerstand bleiben unvollständig. Ein Entwurfsstudio der TU Berlin beleuchtet in Zusammenarbeit mit vielfältigen Partner*innen die Potenziale der Typologie hinsichtlich sozial diverser und gemeinschaftlich organisierter Wohnformen und entwickelt Instrumentarien und Werkzeuge um vorhandene, ungenutzte Wohnraumpotenziale zu aktivieren und den historischen Bautyp angemessen weiterzuschreiben.
Die Entwürfe der Studierenden zeigen exemplarisch, dass in den großzügigen Gründerzeitbauten doppelt so viele Menschen wohnen könnten – und zugleich eine große Vielfalt an Wohnformen und sozialer Diversität möglich ist. Dazu wird das Verhältnis von individuellem Wohnraum und gemeinschaftlich nutzbaren Flächen neu verhandelt: Kleineren, qualitativen Rückzugsräumen wurde ein Mehr an Gemeinschaft gegenübergestellt.
Im Rahmen des vertikal organisierten Studios (Bachelor- und Masterstudierende) wird eine Varianz an adaptiven
Entwicklungsszenarien von 2025 – 2075 aufgezeigt und dabei die Eingriffe in den Bestand bewusst gering gehalten.
Startpunkt für die Entwicklung übertragbarer Konzepte für eine gemischte Stadt ist eine Auswahl an Spekulations- und Leerstandsobjekten aus dem gründerzeitlichen Bestand. Ziel der Entwürfe ist es, das Berliner Mietshaus als Modellraum einer suffizienten Umbaupraxis durch Praktiken des ›Teilens‹ – räumlich, sozial, klimatisch, ökonomisch, zu erforschen.
Dabei formuliert jedes Entwurfsprojekt eine eigene qualitative Antwort und wird so zum Experiment für eine neue Wohnkultur.
Das Entwurfsstudio zieht für die Dauer von zwei Wochen ins Souterrain des „Tuntenhaus“ und eröffnet einen temporären Denk- und Diskursraum, der dazu einlädt, Transformation als offenen, verhandelbaren Prozess zu begreifen. Die Studierenden laden zum Dialog vor Ort und zur individuellen Wohnraumberatung ein.
Architektonische Konzeption und Betreuung:
Prof. Nanni Grau, Maria Hudl, Marie Reichmann, FG Architektur der TransformationÖkonomische Konzeption und Betreuung:
Prof. Dr. Kristin Wellner, Dr. Paul van der Kuil, FG Planungs- und Bauökonomie/ImmobilienwirtschaftEnergetische Konzeption und Betreung:
Prof. Dr. Angèle Tersluisen, Elisa Stamm, FG Architektur, Gebäudetechnik und -systeme mit FG HRI, Julia Carolin LangeBegleitseminar Wohnen – Hausen – Residieren:
Prof. Dr. Ursula Quatember, FG Bau- und Stadtbaugeschichte
Bachelor- und Masterstudierende der TU Berlin im Wintersemester 25/26:
Emma Luisa Adamek, Gero Maria Ant, Matthis Biekehör, Hans Bertold Meiring Bohn, Constantin Christof Brumm, Alzbeta Bumbalova, Vincent Kemo Egbert, Nicolas Groß, Maya Jean Halden, Nova Katharina Hansen, Lian Leander Harms, Quentin Heinzer, Felicitas Ingeborg Helga Helm, Clemence Anne Charlotte Herding, Malwina Herold, Johanna Sophia Hofner, Finn Merlin Horstmann, Hai Nam Pham Jähler, Cora Marie Christine Jergler, Felix Caspar Jörgens, Alissa Shanice Klein, Luca Constantin Krämer, Piet Krause, Miles Leonard Moritz Kuck, Lea Küster, Phuc Huan Le, Thuy Linh Le, Mathies Lüpcke, Josiane McCartney, Khulan Munkhsolongo, Pascal Frank Nitschke, Anna Sophia Nollert, Greta Pahlisch, Marta Perkovic, Ann-Christin Pietsch, Julia Pompetzki, Natalia Ramirez Gonzalez, Mona Rauch, Theresa Angelika Hedwig Reimann-Dubbers, Keno Janik Reisack, Erjia Ren, Thomas Schächtel, Julius Scheel, Charlotte Schneider, Huan Shen, Jonathan Sparla, Nils Spellenberg, Ole Frederik Stannowski, Ahmet-Münir Telci, Felix Ben Tepel, Arne Titze, Niclas Trappiel, Philip Jan von Lengerke, Florian Weinberger, Louis Wenner, Philine Zahner, Lujza Zsofia Zólyom<
IBA // Commons –– 1980 // 2026
Ein Nachmittag zur neueren Berliner Stadtgeschichte, Wohnen und gemeinwohlorientierten Perspektiven
mit coopdisco/Dagmar Pelger und urbanophil/Verena Pfeiffer-Kloss
Montag, 16. Februar 2026
14.00 – 16.00 Uhr Zwischen Gestern und Heute / Admiralbrücke
Kreuzberg SO36, von der behutsamen Stadterneuerung der 1980er zu aktuellen Bewegungen
Geführte Tour mit Dagmar Pelger und Verena Pfeiffer-Kloss, inkl. Audiowalk zu den Bauten der IBA-Altbau 1987
16.00 – 17.00 Uhr Kaffee, Snack und gemeinsame Fahrt
17.00 – 19.00 Uhr c/o Miami
Vortrag von Verena Pfeiffer-Kloss:
IBA 87 in West-Berlin. Vorgeschichte, Bauten, Verstetigung
Vortrag von Dagmar Pelger:
Gemeinwohl ist commoning. Kooperative Planungsarbeit: von unten!
Anschließend: Diskussion
Im Rahmen der ENHANCE Winter School – Commons-based Adaptive Reuse for Student Accommodation an der TU Berlin
https://events.tu-berlin.de/de/events

ÖFFENTLICHKEIT
Räume der Stadt für alle
Symposium BDA Hessen
19. November 2025
15:30 –19:00 Uhr
Hochschule Darmstadt Fachbereich Architektur
Soziokulturelle Orte als Spatial Commons (Dagmar Pelger)
Beitrag zum Symposium ÖFFENTLICHKEIT – Räume der Stadt für alle
Das Symposium regt an, einen erweiterten Begriff der öffentli- chen Räume in den Blick zu nehmen und zur Grundlage einer Gestaltung für eine offene Gesellschaft zu machen. Dabei geht es nicht nur um öffentliche Räume im rechtlichen Sinn, sondern auch um Räume, welche die allen zugänglichen öffentli- chen Räume um Angebote ergänzen, die sonst fehlen, für das Zusammenleben aber von großer Wichtigkeit sind. Das können Kirchen, Kioske, Bibliotheken, Park- oder Sportplätze sein. Auch diese Räume können die Möglichkeit zu Begegnung und der Erfahrung selbstwirksamer Identität bieten, aber auch Schutzräume zur Selbstvergewisserung. (…) Dabei wird das Wechselspiel aus Raum und Gemeinschaft aus verschiedensten Perspektiven in den Blick genommen.
Mit Jan Fries Urbanist, Bauwende-Aktivist, Regionalplaner, Ragna Körby Stadtumbau + Ortserneuerung, Offenbach/Kaiserslautern, Aida Nejad Studio Malta, Stuttgart, Dagmar Pelger coopdisco, Berlin & Hochschule Anhalt, Dessau, Lisa Marie Zander, projektbüro, Hamburg

AS MIETSHAUS IN DER WOHNUNGSFRAGE
Gespräch + Ausstellung im „Tuntenhaus“ ++ Finissage
mit coopdisco/ Niklas Kuhlendahl
Donnerstag 05.03.2026 ++ 19 Uhr
DAS MIETSHAUS IN DER WOHNUNGSFRAGE
Ein festgefahrener Mietmarkt und der anhaltende Mangel an sozialem Wohnraum in Berlin zeigt, dass ein ausschließlicher Fokus auf Neubau nicht ausreicht, um die Wohnungsfrage zu lösen. In der aktuellen Wohnungsdebatte ist der unsichtbare Leerstand, der sich durch die Dynamiken auf dem Wohnungsmarkt wie dem Lock-in Effekt und auslaufender Sozialbindungen nach 30 Jahren verfestigt, bislang verborgen.Das Berliner Mietshaus der Gründerzeit mit seinen großzügigen Wohnungen findet in der Debatte um die Wohnungsfrage bisher wenig Beachtung. Dabei prägt es bis heute große Teile der Stadt – etwa ein Viertel der Wohnungen in Berlin wurden vor 1918 errichtet. Im aktuellen Diskurs zur Transformation des Gebäudebestands ist das Berliner Mietshaus nahezu vom Radar verschwunden. Verlässliche Daten zum sogenannten unsichtbaren Leerstand bleiben unvollständig. Ein Entwurfsstudio der TU Berlin beleuchtet in Zusammenarbeit mit vielfältigen Partner*innen die Potenziale der Typologie hinsichtlich sozial diverser und gemeinschaftlich organisierter Wohnformen und entwickelt Instrumentarien und Werkzeuge um vorhandene, ungenutzte Wohnraumpotenziale zu aktivieren und den historischen Bautyp angemessen weiterzuschreiben.
Die Entwürfe der Studierenden zeigen exemplarisch, dass in den großzügigen Gründerzeitbauten doppelt so viele Menschen wohnen könnten – und zugleich eine große Vielfalt an Wohnformen und sozialer Diversität möglich ist. Dazu wird das Verhältnis von individuellem Wohnraum und gemeinschaftlich nutzbaren Flächen neu verhandelt: Kleineren, qualitativen Rückzugsräumen wurde ein Mehr an Gemeinschaft gegenübergestellt.
Im Rahmen des vertikal organisierten Studios (Bachelor- und Masterstudierende) wird eine Varianz an adaptiven
Entwicklungsszenarien von 2025 – 2075 aufgezeigt und dabei die Eingriffe in den Bestand bewusst gering gehalten.
Startpunkt für die Entwicklung übertragbarer Konzepte für eine gemischte Stadt ist eine Auswahl an Spekulations- und Leerstandsobjekten aus dem gründerzeitlichen Bestand. Ziel der Entwürfe ist es, das Berliner Mietshaus als Modellraum einer suffizienten Umbaupraxis durch Praktiken des ›Teilens‹ – räumlich, sozial, klimatisch, ökonomisch, zu erforschen.
Dabei formuliert jedes Entwurfsprojekt eine eigene qualitative Antwort und wird so zum Experiment für eine neue Wohnkultur.
Das Entwurfsstudio zieht für die Dauer von zwei Wochen ins Souterrain des „Tuntenhaus“ und eröffnet einen temporären Denk- und Diskursraum, der dazu einlädt, Transformation als offenen, verhandelbaren Prozess zu begreifen. Die Studierenden laden zum Dialog vor Ort und zur individuellen Wohnraumberatung ein.
Architektonische Konzeption und Betreuung:
Prof. Nanni Grau, Maria Hudl, Marie Reichmann, FG Architektur der TransformationÖkonomische Konzeption und Betreuung:
Prof. Dr. Kristin Wellner, Dr. Paul van der Kuil, FG Planungs- und Bauökonomie/ImmobilienwirtschaftEnergetische Konzeption und Betreung:
Prof. Dr. Angèle Tersluisen, Elisa Stamm, FG Architektur, Gebäudetechnik und -systeme mit FG HRI, Julia Carolin LangeBegleitseminar Wohnen – Hausen – Residieren:
Prof. Dr. Ursula Quatember, FG Bau- und Stadtbaugeschichte
Bachelor- und Masterstudierende der TU Berlin im Wintersemester 25/26:
Emma Luisa Adamek, Gero Maria Ant, Matthis Biekehör, Hans Bertold Meiring Bohn, Constantin Christof Brumm, Alzbeta Bumbalova, Vincent Kemo Egbert, Nicolas Groß, Maya Jean Halden, Nova Katharina Hansen, Lian Leander Harms, Quentin Heinzer, Felicitas Ingeborg Helga Helm, Clemence Anne Charlotte Herding, Malwina Herold, Johanna Sophia Hofner, Finn Merlin Horstmann, Hai Nam Pham Jähler, Cora Marie Christine Jergler, Felix Caspar Jörgens, Alissa Shanice Klein, Luca Constantin Krämer, Piet Krause, Miles Leonard Moritz Kuck, Lea Küster, Phuc Huan Le, Thuy Linh Le, Mathies Lüpcke, Josiane McCartney, Khulan Munkhsolongo, Pascal Frank Nitschke, Anna Sophia Nollert, Greta Pahlisch, Marta Perkovic, Ann-Christin Pietsch, Julia Pompetzki, Natalia Ramirez Gonzalez, Mona Rauch, Theresa Angelika Hedwig Reimann-Dubbers, Keno Janik Reisack, Erjia Ren, Thomas Schächtel, Julius Scheel, Charlotte Schneider, Huan Shen, Jonathan Sparla, Nils Spellenberg, Ole Frederik Stannowski, Ahmet-Münir Telci, Felix Ben Tepel, Arne Titze, Niclas Trappiel, Philip Jan von Lengerke, Florian Weinberger, Louis Wenner, Philine Zahner, Lujza Zsofia Zólyom<
IBA // Commons –– 1980 // 2026
Ein Nachmittag zur neueren Berliner Stadtgeschichte, Wohnen und gemeinwohlorientierten Perspektiven
mit coopdisco/Dagmar Pelger und urbanophil/Verena Pfeiffer-Kloss
Montag, 16. Februar 2026
14.00 – 16.00 Uhr Zwischen Gestern und Heute / Admiralbrücke
Kreuzberg SO36, von der behutsamen Stadterneuerung der 1980er zu aktuellen Bewegungen
Geführte Tour mit Dagmar Pelger und Verena Pfeiffer-Kloss, inkl. Audiowalk zu den Bauten der IBA-Altbau 1987
16.00 – 17.00 Uhr Kaffee, Snack und gemeinsame Fahrt
17.00 – 19.00 Uhr c/o Miami
Vortrag von Verena Pfeiffer-Kloss:
IBA 87 in West-Berlin. Vorgeschichte, Bauten, Verstetigung
Vortrag von Dagmar Pelger:
Gemeinwohl ist commoning. Kooperative Planungsarbeit: von unten!
Anschließend: Diskussion
Im Rahmen der ENHANCE Winter School – Commons-based Adaptive Reuse for Student Accommodation an der TU Berlin
https://events.tu-berlin.de/de/events

ÖFFENTLICHKEIT
Räume der Stadt für alle
Symposium BDA Hessen
19. November 2025
15:30 –19:00 Uhr
Hochschule Darmstadt Fachbereich Architektur
Soziokulturelle Orte als Spatial Commons (Dagmar Pelger)
Beitrag zum Symposium ÖFFENTLICHKEIT – Räume der Stadt für alle
Das Symposium regt an, einen erweiterten Begriff der öffentli- chen Räume in den Blick zu nehmen und zur Grundlage einer Gestaltung für eine offene Gesellschaft zu machen. Dabei geht es nicht nur um öffentliche Räume im rechtlichen Sinn, sondern auch um Räume, welche die allen zugänglichen öffentli- chen Räume um Angebote ergänzen, die sonst fehlen, für das Zusammenleben aber von großer Wichtigkeit sind. Das können Kirchen, Kioske, Bibliotheken, Park- oder Sportplätze sein. Auch diese Räume können die Möglichkeit zu Begegnung und der Erfahrung selbstwirksamer Identität bieten, aber auch Schutzräume zur Selbstvergewisserung. (…) Dabei wird das Wechselspiel aus Raum und Gemeinschaft aus verschiedensten Perspektiven in den Blick genommen.
Mit Jan Fries Urbanist, Bauwende-Aktivist, Regionalplaner, Ragna Körby Stadtumbau + Ortserneuerung, Offenbach/Kaiserslautern, Aida Nejad Studio Malta, Stuttgart, Dagmar Pelger coopdisco, Berlin & Hochschule Anhalt, Dessau, Lisa Marie Zander, projektbüro, Hamburg

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